Deckungen

Ziegel-/Betondachsteine

 

Ziegeldeckungen kann man grob in zwei Deckarten einteilen. Zum einen gibt es die Dachpfannen, auf welche der Dachdecker gestalterisch wenig Einfluss nehmen kann. Vielmehr entscheidet die einzelne Pfanne über das spätere Aussehen. Hier bieten die verschiedenen Hersteller eine große Auswahl an Formen und Farben, die der Bauherr individuell auswählen kann. Näheres finden Sie auch in der Rubrik Deckmaterialien Ziegel.
Analog dazu werden Deckungen mit Betondachsteinen hergestellt. Der Unterschied macht das Material aus dem die Dachsteine hergestellt werden. In der Rubrik Deckmaterialien Betondachsteine finden Sie mehr dazu. Deshalb macht es wenig Sinn, jedes der Materialien für sich zu behandeln.
Anders verhält es sich bei der soganannten Biberschwanzdeckung. Hier werden auch fertige Ziegel in verschiedenen Formen und Farben verwendet, der Dachdecker kann aber auf das Deckbild Einfluss nehmen. Dies gilt besonders für Kehlen. Diese lassen sich alternativ zu Blech auch mit Biberschwanzziegeln herstellen.

 

Deckung mit Dachfpannen:

Für den Großteil der heutigen Neueindeckungen mit Dachziegel werden Dachpfannen verwendet. Durch die große Auswahl an verschiedenen Form- und Farbvarianten und durch den relativ günstigen Preis zählen die Dachpfannen zu den beliebtesten Bedachungsmaterialien im Ziegelbereich .

Deckungen mit Dachpfannen:

-Mindestdachneigung: je nach Hersteller verschieden (schon ab ca.15°)
-Unterbau: Vollschalung mit Lattung, auch ohne Schalung möglich
-Kehlen Anschlüsse: nur mit Blech möglich

Bild oben:
Aufbau einer Ziegeldeckung. Der Dachdecker hat keinen Einfluss auf die Gestaltung der Deckfläche, da die einzelnen Ziegel in ihrer Form nicht verändert werden können.

Bild rechts:
Beispiel für den Aufbau der Unterkonstruktion. Bei einer Ziegeldeckung kann anders wie bei Schiefer auf die Verwendung einer Vollschalung verzichtet werden.

Bild links:
Für Grat und First bieten die Hersteller spezielle Formsteine an, die hier Verwendung finden. Gleiches gilt auch für seitliche Ortabschlüsse. Um einen sauberen Abschluss zu gewährleisten, werden auch hier fertige Formsteine angeboten.

 

Deckung mit Betondachsteinen:

Bei der Deckung unterscheiden sich Betondachsteine wenig von Dachpfannnen. Vom Unterbau her ändern sich lediglich die Abstände der Dachlatten. Es stellt jedoch keine Eigenart von Betondachsteinen dar, sondern ist allgemein von Hersteller zu Hersteller verschieden. Dennoch gibt es kleine Unterschiede, die wir uns hier nochmal genauer anschauen wollen.

Deckungen mit Betondachsteinen:

-Mindestdachneigung: je nach Hersteller verschieden (ab ca.25°)
-Unterbau: Vollschalung mit Lattung, auch ohne Schalung möglich
-Kehlen Anschlüsse: nur mit Blech möglich

Bild oben:
Bei der Ausführung der Deckung gibt es im Vergleich zu Dachpfannen keine großen Unterschiede. Auch die nötigen Formsteine für Grat, First und Ortgang werden von den Herstellern angeboten.

Bild rechts:
Zum Vergleich sehen Sie rechts einen Betondachstein und links eine Dachpfanne aus Ziegel. Gut zu erkennen ist die recht aufwendige Form des Ziegels, welche über eine doppelte Kopf- und Seitenverfalzung verfügt. Gleiches gilt bei Betondachsteinen nur für die Seitenverfalzung, da ein Kopffalz aus Herstellungstechnischen Gründen nicht möglich ist. Das hat natürlich Nachteile. Ein Schutz gegen Flugschnee und Schlagregen ist, im Gegensatz zu Dachpfannen, nicht in dem hohen Maße gegeben .

 

Deckung mit Biberschwanzziegel:

Biberschwanzziegel haben eine sehr markante Deckcharakteristik. Im Gegensatz zu Dachpfannen und -steinen haben Biberschwänze weder einen Kopf- oder Seitenfalz. Eher sind diese bis auf die Nasen (die in der Lattung hängen) mit einer planen Platte zu vergleichen. Das hat natürlich Einfluss auf die Ausführung der Deckung, wie Sie aus den Erläuterungen unten entnehmen können. Desweiteren ist es durch die spezielle Form möglich, Kehlen im Dach, alternativ zum Blech, aus Biberschwänzen herzustellen. Das gibt dem Bauherrn eine weitere Möglichkeit, neben Schiefer seinem Dach ein hochwertiges Aussehen zu verleihen. Verschiedene Farb- und Formvarianten sind auch hierbei möglich, was weiterhin dazu beiträgt, dem Dach ein individuelles Aussehen zu verleihen.

Deckungen Biberschwanzziegel:

-Mindestdachneigung: 30°
-Unterbau: Vollschalung mit Lattung, auch ohne Schalung möglich
-Kehlen Anschlüsse: mit Blech oder Ziegel

Bild oben:
Da Biber seitlich nur aneinanderstoßen, werden bei der sogenannten Kronendeckung immer 2 Ziegelreihen im Verband gehängt, um die nötige Überdeckung zu erreichen.

Bild rechts:
Anders bei der Doppeldeckung. Hier wird so eng gelattet, dass jede 3. Ziegelreihe die 1. Ziegelreihe um die nötige Höhenüberdeckung überdeckt. Diese Deckvariante ist heute am häufigsten zu sehen.

 

Bild links:
Anders wie bei Deckungen mit Pfannen ist es bei Biberziegeln möglich, Kehlen eingebunden zu decken. Das verleiht dem Dach ein hochwertiges Aussehen. Diese Art der Kehldeckung ist jedoch sehr Zeitaufwendig und setzt ein hohes Maß an Fertigkeit voraus.

 


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